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Willkommen im traditionsreichen Potsdamer Schützenverein

Bogensport

Bogenschießen

Bogenschießen mit traditionellen Bögen

Der älteste Schießsport der Menschheit. Ein entspannendes und meditatives Zusammenspiel von Geist und Körper. Wir schießen traditionelle Bögen, d.h. ohne technische Hilfsmittel, haben aber sonst keine strengen Einschränkungen bei der Bogenwahl. So schießen wir alles vom Langbogen, Recurvebogen bis zum ungarischen Reiterbogen.

Die Jagd mit Pfeil und Bogen beherrschten die Menschen schon in der Steinzeit. Bögen waren neben Speer und Steinschleuder eine effektive Möglichkeit, Beute aus der Entfernung zu erlegen. Die ältesten gefundenen Zeugnisse des frühen Gebrauchs von Pfeil und Bogen sind erhalten gebliebene Pfeilspitzen aus der Altsteinzeit vor 14.000 Jahren. Einer der ältesten erhaltenen Bögen ist der sogenannte Holmegaard-Bogen, den man in einem Moor in Dänemark fand und dessen Alter auf etwa 8000 Jahre bestimmt wurde.

Seit der Antike wird der Bogen auch als Kriegswaffe benutzt. Die berittenen Bogenschützen asiatischer Reitervölker und die englischen Langbogenschützen des Mittelalters repräsentierten jeweils den Höhepunkt der Kriegstechnik ihrer Zeit.

Mit Einführung der Feuerwaffen verlor der Bogen seine Bedeutung als Waffe. Bogenschießen wurde zum Volkssport und ist seit 1900 auch olympische Disziplin.

Da der Bogen schon so lange verwendet wird, haben sich die unterschiedlichsten Bogenformen entwickelt. Schon der vor 8000 Jahren gebaute Holmegaard Bogen zeugt mit seinem Design von der Erfahrung und dem Wissen seiner Erbauer und ist dem selbstgebauten „Flitzebogen“ unserer Kindheit weit überlegen.

Grundsätzlich werden folgenden Bogentypen unterschieden:

Primitivbogen

Unter einem Primitivbogen versteht man einen Bogen, der aus einem einzigen Stück Holz gebaut wurde. Sehne und Griffwicklung etc. müssen aus natürlichen Materialien sein.

Primitivbögen

Unsere selbstgebauten Primitivbögen

Langbogen

Im Unterschied zum Primitivbogen können beim Langbogen auch moderne Materialien verwendet werden. In der Regel werden beim Langbogen verschiedene Schichten Holz oder Kunststoff miteinander verklebt und der Bogen kann zusätzlich noch mit Glasfaser belegt werden.

Bekannt sind vor allem die englischen Langbögen mit klassischem D-Profil und ovalen Querschnitt über die ganze Bogenlänge.

Recurvebogen

Das herausstechende Merkmal eines Recurvebogens (auch Reflexbogen genannt) sind die mehr oder weniger stark zurückgebogenen Wurfarmenden. In den gebogenen Wurfarmen wird mehr Energie gespeichert. Daher haben Recurvebögen einen höheren Wirkungsgrad als Langbögen.

Der Recurvebogen mit Visier und Stabilisator wird auch „olympischer Bogen“ genannt und ist der bei den technischen Bogenschützen am häufigsten verwendete Bogen. Baut man Visier und Stabilisator ab, hat man einen „Blankbogen“, mit dem man auch traditionell schießen kann.

Lang- und Recurvebogen

Traditioneller Recurvebogen (oben) und Hybrid aus Lang- und Recurvebogen (unten) mit nur leicht gebogenen Wurfarmen

Kyudobogen

Der japanische Kyudobogen stellt eine Sonderform dar, nämlich einen asymmetrischen Bogen. Dabei ist der untere Wurfarm deutlich kürzer als der obere. Er ist ein Kompositbogen, bei dem ein Holzkern  mit mehreren Bambusschichten verleimt wird.

Compoundbogen

Der Compoundbogen ist ein moderner Bogen. Er wird aus Metall oder Kunststoff hergestellt und hat an den Wurfarmenden Rollen, über denen die Sehne mittels zusätzlicher Kabel geführt wird. Beim Ausziehen der Sehne wirken diese Rollen wie eine Art Flaschenzug, so dass ab einem bestimmten Punkt vom Schützen nur noch ein Bruchteil der eigentlichen Zugkraft des Bogens gehalten werden muss. Der Compoundbogen ist ein echter Hightech-Bogen und wird in der Regel mit Visier und Lösehilfe (Release) geschossen.

Mini-Compoundbogen

Unser derzeit einzig verwendeter Compoundbogen ist ein nur 51 cm langer Mini-Compound